Offene Bildungsinfrastrukturen bilden die Grundlage für eine unabhängige, nachhaltige und demokratische Hochschullehre. Mit dem rasanten Aufkommen generativer Künstlicher Intelligenz und der zunehmenden Abhängigkeit von proprietären Plattformen und Cloud-Diensten rückt die Frage stärker in den Fokus, wie Bildungsinfrastrukturen gestaltet, finanziert und kontrolliert werden sollten. Dabei geht es nicht nur um Offene Bildungsressourcen (OER), sondern um das Zusammenspiel von Inhalten, Werkzeugen und technischen Infrastrukturen, die den Zugang zu Bildung und Wissen ermöglichen.
Im Rahmen der KNOER-Jahrestagung 2026, die am 17.11.2026 im DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation in Frankfurt stattfindet, möchten wir gemeinsam diskutieren, wie offene Bildungsinfrastrukturen als öffentliches Gut gestärkt und zukunftsfähig gestaltet werden können. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach digitalen Souveränität, demokratischer Gestaltung, nachhaltigen Organisations- und Finanzierungsmodellen sowie dem verantwortungsvollen Einsatz neuer Technologien. In interaktiven Formaten bietet die Tagung Raum für Austausch, Vernetzung und die Entwicklung gemeinsamer Perspektiven auf die Zukunft offener Hochschulbildung.
Die KNOER-Jahrestagung richtet sich an Mitarbeitende aus Rechenzentren, Bibliotheken und E-Learning-Support-Einrichtungen, Lehrende und Hochschuldidaktiker:innen, Vertreter:innen aus Hochschulleitungen und Bildungspolitik sowie an alle, die offene Bildungsinfrastrukturen aktiv mitgestalten oder sich für Open Education, digitale Souveränität und demokratische Technikgestaltung interessieren.
Nutzen Sie die Gelegenheit, sich mit Expert:innen und Praktiker:innen auszutauschen, neue Impulse mitzunehmen und gemeinsam Ideen für eine zukunftsfähige Hochschulbildung zu entwickeln.
Eine Teilnahme an der Tagung ist kostenlos.
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Programm am 17.11.2026*:
*wird fortlaufend aktualisiert
Prof. Dr. Konrad Faber, VCRP
PD Dr. Markus Deimann, ORCA.nrw
Prof. Dr. Marc Rittberger, DIPF (angefragt)
“Digital Public Goods – Was sie sind und warum sie unter Druck stehen”
1. Digital Public Goods (Steffen Rörtgen & Jörg Lohrer, Comenius-Institut. Evangelische Arbeitsstätte für Erziehungswissenschaft e.V.)
2. Open-Source-Infrastruktur als Fundament digitaler Souveränität (Prof. Dipl-Ing. Klaus Knopper, Hochschule Kaiserslautern)
3. Offene KI-Infrastruktur (Peter Salden, Zentrum für Wissenschaftsdidaktik, Ruhr-Universität Bochum & Johannes Schleiss, SURF)
Drei parallele Workshops:
1. Interoperabilität in der Bildungspraxis: Technische Standards und Datenaustausch zwischen Plattformen (OER Repo AG)
2. OER neu erzählen – die Debatte gestalten (KNOER-AG)
3. OER-Worldmap (OERInfo)
Drei parallele Workshops:
1. Digitale Souveränität und nachhaltige Finanzierung: Politische Rahmenbedingungen und Finanzierungsmodelle (Christian Friedrich, OSDN)
2. Offene KI-Infrastrukturen (Peter Salden, Zentrum für Wissenschaftsdidaktik & Johannes Schleiss, SURF)
3. Bibliotheken als Akteure des Bildungs-Commons (ZOERR)
1. Kritik-Phase: Was läuft schief? Wo bestehen Abhängigkeiten?
2. Utopie-Phase: Wie kann ein Bildungs-Commons demokratisch verwaltet werden?
3. Realisierungsphase: Konkretisierung/Umsetzung erster Schritte
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OERinfo-Fachtag 2026 am 18.11.2026
In diesem Jahr ist das DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation in Frankfurt nicht nur ein, sondern gleich zwei Tage lang zum Treffpunkt für den Austausch über Open Educational Resources und Open Educational Practices. Denn am 18.11.2026, also direkt im Anschluss an die KNOER-Tagung, lädt das OERinfo-Team zum 3. OERinfo-Fachtag unter dem Thema „OER neu erzählen – pädagogische Perspektiven stärken“ ein.
Über den OERinfo-Fachtag:
Seit nun 10 Jahren fördert die Bundesregierung Open Educational Resources (OER) durch bundesweite Fördermaßnahmen und darunter laufende Projekte wie OERinfo, um offene Bildungsressourcen in die Bildungspraxis zu transportieren. Aktuell werden unter der lernenden OER-Strategie des Bundes neben offenen Bildungsmaterialien auch die damit in Verbindung stehenden offenen Bildungspraktiken, sogenannte Open Educational Practices (OEP) aufgegriffen und thematisiert.
Dabei wird deutlich: Open Educational Resources sind mehr als eine Frage der Lizenzierung. Die Bildungspraxis stellt sich daher zunehmend die Frage: “Wie können wir die Narrative um OER so weiterentwickeln, dass sie Lernende, Lehrende und strukturelle sowie bildungspolitische Akteure gleichermaßen ansprechen? Und welche pädagogischen Potenziale offener Bildungspraktiken bleiben bisher ungenutzt? Diese Fragen möchte OERinfo in seinem OERinfo-Fachtag 2026 aufgreifen, um gemeinsam mit Ihnen Antworten darauf zu entwickeln.
