Wie verändern Open Science, digitale Infrastrukturen und Künstliche Intelligenz unsere Wissensordnung? Mit dieser Frage beschäftigt sich Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Jäckel in seinem Beitrag „‚Catch all‘ – Ein Leitbild für Open Science und KI?“, der in der aktuellen Ausgabe der Pädagogischen Rundschau erschienen ist.

Der Artikel baut auf einem Impulsvortrag auf, den Michael Jäckel im vergangenen Jahr auf der KNOER-Jahrestagung „Open Education & Open Science im Dialog“ in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin gehalten hat. Damit greift die Veröffentlichung zentrale Fragen auf, die bereits während der Tagung diskutiert wurden: Wie offen können und sollen wissenschaftliche Prozesse sein? Wer profitiert von frei zugänglichem Wissen? Und wie lassen sich Offenheit, Qualität und digitale Souveränität miteinander verbinden?

Herr Jäckel betrachtet Open Science dabei nicht nur als technischen Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen, sondern als umfassenden kulturellen Wandel. Gleichzeitig warnt er davor, dass Wissen im Kontext großer Plattformen und KI-Systeme zu einer beliebig verwertbaren Ressource werden kann. Die entscheidende Frage lautet daher, ob KI den Menschen weiterhin unterstützt oder zunehmend selbst die Ordnung und Bewertung von Wissen bestimmt.

Für Open Education leitet Jäckel daraus eine zentrale Konsequenz ab: Offenheit sollte immer mit Entstehungstransparenz verbunden sein. Frei zugängliche Bildungsangebote benötigen nachvollziehbare Herkunft, fachliche Einordnung und verlässliche Qualitätsstandards.

Der vollständige Open-Access-Beitrag ist in der Ausgabe 4/2026 der Pädagogischen Rundschau erschienen.